
Juweliergeschäfte gibt es in jeder Stadt. Es finden sich Filialgeschäfte von bekannten Juwelierketten neben kleinen privaten Geschäften. Juweliere haben in aller Regel eine klassische Ausbildung zum Goldschmied absolviert und verfügen über exzellente Kenntnisse im gesamten Schmuck- und Uhrenbereich. Durch ihre handwerkliche Ausbildung sind sie auch in der Lage, Reparaturen oder Umgestaltungen durchzuführen. Aus der Fassung gebrochene Steine sind hier ebenso wenig ein Problem wie zerrissene Ketten oder Armbänder. Der Besuch beim Juwelier, um Schmuck zu erwerben, ist immer auch eine Vertrauenssache. Gerade hochwertiger Schmuck ist nicht zuletzt auch eine Art von Kapitalanlage, und der Kunde sollte sicher sein können, für sein Geld auch einen adäquaten Gegenwert zu erhalten. Dabei steht eine fundierte Beratung natürlich an erster Stelle. Ein Juwelier ist in der Lage, die Eigenschaften der bei der Schmuckherstellung verwendeten Materialien zu beschreiben. Er kennt sich mit der gesamten Palette von Edelsteinen und Halbedelsteinen aus und kann auch über die Verarbeitungsmethoden einiges berichten. Die vielen unterschiedlichen Schliffe von Diamanten und Brillanten gehören hier ebenso zu seinem Wissensspektrum wie das Herkunftsland der Steine und die unterschiedlichen Fassungsmethoden.
Viele Juweliere stellen in ihrer eigenen Werkstatt selbst Schmuckstücke her. Hierbei handelt sich dann in der Regel um Unikate, die der Käufer erwirbt. Schmuck vom Juwelier ist in der Regel sehr hochwertig verarbeitet. Sonderwünsche werden von Juwelieren mit einer Goldschmiedewerkstatt in der Regel gern berücksichtigt und ausgeführt. Auch die Reinigung von Schmuck gehört zum Angebotsspektrum der meisten Juweliere. Gravuren, wie sie zum Beispiel bei Verlobungs- oder Trauringen verlangt werden, können ebenfalls in Eigenarbeit ausgeführt und nach den Vorgaben der Kunden gestaltet werden. Selbst Modeschmuck ist inzwischen in vielen Juweliergeschäften zu finden. Aber auch bei der Gestaltung von Modeschmuck steht die handwerkliche Fertigkeit im Vordergrund. Diese im etwas niedrigeren Preissegment angesiedelten Schmuckstücke weisen trotzdem eine hohe Verarbeitungsqualität auf.
Der steigende Goldpreis hat viele Juweliere inzwischen dazu veranlasst, einen neuen Geschäftszweig in ihr ursprüngliches Geschäft mit einzubauen: den Goldankauf. Besonders Juweliere, die eine eigene Schmuckherstellung betreiben, sind auf diesen Rohstoff angewiesen und können sich so selbst leicht mit dem benötigten Edelmetall versorgen. Ein Goldschmied verfügt in der Regel über die Möglichkeit, das Gold selbst einzuschmelzen und zur Wiederverarbeitung aufzubereiten. Aber auch nur das Sammeln von Altgold und der Weiterverkauf an die bekannten Scheideanstalten in Deutschland, die das Edelmetall einschmelzen und dem Markt in Barrenform wieder zur Verfügung stellen, gibt eine zusätzliche, lukrative Einnahmequelle ab. Der hart umkämpfte Markt, auf dem Juweliere sich behaupten müssen, verlangt eben manchmal auch das Beschreiten neuer Wege. Diese Zeichen der Zeit haben viele Juweliere bereits seit langem erkannt. Eine weitere, nicht zu unterschätzende Möglichkeit, den Namen des Geschäftes bekannt zu machen und neue Wege im Marketing zu gehen, ist das Angebot von Kursen zur Schmuckherstellung, wie es von vielen Juwelieren inzwischen unterbreitet wird.
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